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Worx Landroid M – Rasen mähen mal anders


Gemeinsam mit der Zeitschrift Selbst ist der Mann und 19 weiteren Testern konnten wir in den vergangenen Wochen den Mähroboter Landroid M von Worx testen. Jedem von uns wurde für den Zeitraum der Testphase ein Modell des Typs WG790E.1 kostenfrei zur Verfügung gestellt. Worx bietet zur Zeit fünf verschiedene Mähroboter an und der 790er reiht sich mit einer Mähleistung von 800 m² in der mittleren Leistungsregion ein. Unser Landroid kam im Garten meiner Mama zum Einsatz.

Mähroboter-4

Technische Daten

  • Modellbezeichnung: Landroid WG790E.1
  • Abmessungen: 55 x 38.5x 26 cm
  • Gewicht: 10,2 kg
  • wartungsfreier 28 V Li-Ion Akku mit 2.0 Ah
  • vollautomatisches Ladesystem
  • maximal 1 Stunde Laufzeit bei 1,5 Stunden Ladezeit
  • Schnittsystem: 3 Klingensystem
  • Schnitthöhe: 20-60 mm verstellbar
  • bürstenloser Motor
  • Diebstahlschutz über Alarm & PIN
  • Neigungs- & Anhebesensor
  • Messer stoppen in unter 2 Sekunden
  • max. Steigung: bis zu 35% bzw. 20°
  • max. Rasenfläche: 800 qm
  • Geräuschpegel: 63 dB
  • integrierter Regensensor
  • Plug & Play für einfachen Start
  • Multi-Zonen-Programmierung
  • UVP: 899,00 €

Lieferumfang

  • 1 x Worx Landroid M
  • 1 x Akku
  • 1 x Ladestation
  • 1 x Netzteil
  • 1 x Verlängerung 15m
  • 1 x Begrenzungskabel (150 m)
  • 180 x Heringe
  • 2 x Begrenzungskabel-Abstandslehre
  • 9 x Klingen
  • 4 x Nägel zur Verankerung der Ladestation
  • 9 x Schrauben
  • 1 x Innensechskantschlüssel

Inbetriebnahme

Vor der ersten Inbetriebnahme muss man den Rasen vorbereiten. Dazu sollte dieser, wenn er zu lang ist, vorher gemäht werden. Das ist nötig, damit der Landroid seine Arbeit problemlos verrichten kann, hilft aber auch bei der kommenden Installation. Es gilt einen geeigneten Spot für die Ladestation zu finden und den Mähbereich mittels Begrenzungskabel und Heringe abzustecken. Das geht je nach Grundstücksform und -größe und der Anzahl der auszusparenden Inseln mehr oder weniger flott vonstatten. Dabei gibt es einige Dinge zu beachten, aber mit das wichtigste ist, dass das Kabel immer schön straff und flach auf dem Boden verlegt wird. Es darf sich nicht überkreuzen und der Winkel muss stets größer 90° sein. Weitere Instruktionen zur fachgerechten Installation findet man in der beiliegenden Broschüre. Die Heringe geben festen Halt und sobald es einmal ordentlich verlegt wurde, liegt das Kabel sicher vor den Messern des Rasenmähers verborgen. Perfektionisten können einen Schritt weiter gehen, zum Spaten greifen und das Begrenzungskabel unter der Erde verschwinden lassen. Dann kann es auch schon losgehen und wie jedes Haustier beschnuppert der Landroid erst einmal sein neues Zuhause. Dafür fährt er den gesamten Begrenzungsdraht einmal ab. Wenn diese Prüfung erfolgreich verlaufen ist, ist der Landroid einsatzbereit.

Regelmässiger Einsatz

Schäden am Rasen

Bei weichem Boden kann es zu Schädigungen im Wendebereich kommen

Das Hauptaugenmerk, welches man durch die Anschaffung eines Roboters im Sinn hat, ist die Zeitersparnis. Dafür muss so ein Roboter einige Kriterien erfüllen. Denn mit dem führerlosen Betrieb allein ist es nicht getan.
Da wäre zum einen die Zuverlässigkeit. Ein alle fünf Minuten meckernder Roboter ist wahrlich keine Erleichterung. Steigungen, Senken und Hindernisse stellten für den Landroid bei unseren Gegebenheiten kein Problem dar. Der Antrieb ist kräftig, die Reifen griffig und auf Kollisionen reagiert er sehr diplomatisch. Dass sich der Kleine festgefahren hat, kam in unserem Test super selten vor. Bis auf diese wenigen Ausnahmen hat er im Anschluss auch immer seinen Weg zurück zur Ladestation gefunden.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist, dass man keine halbe Ewigkeit mit der Programmierung verbringt und diese auch verlässlich ist. Über das integrierte Eingabepad kann man schnell und intuitiv auf alle Funktionen zugreifen. Der Landroid startet sein Tagewerk pünktlich zur vorgegebenen Zeit und auf Regen reagiert er mit einer variablen Zwangspause. Die beiden größeren Brüder haben sogar eine eingebaute WiFi Schnittstelle und können so zusätzlich mittels Smartphone angesprochen werden.

In puncto Sicherheit denke ich hat Worx alles richtig gemacht. Die auf dem Begrenzungskabel anliegende Spannung ist minimal und stellt keine Gefahr dar. Die kleinen Messer haben einen ausreichend großen Abstand zum Rand und wird der Mähroboter angehoben, stoppen diese innerhalb von 2 Sekunden. Dennoch sollte man den Roboter niemals unbeaufsichtigt lassen, wenn sich Kinder oder Haustiere in seiner Umgebung aufhalten. Und per PIN kann der Roboter vor unbefugtem Zugriff geschützt werden.

Display

Ganz am Ende ist es aber das Schnittergebnis das zählt. Und auch in diesem Punkt kann der Kleine überzeugen. Durch die chaotische Fahrweise kann man keine Fahrrinnen erkennen. Automatisch wird die Abgrenzung wöchentlich abgefahren, so dass auch der Rasen auch am Rand einen guten Schnitt hat. Und auch wenn mal an einer Stelle nicht ganz sauber geschnitten wurde, so kann man sich sicher sein, dass das beim nächsten Mal nicht mehr zu sehen ist. Dank des regelmäßigen Mähens und der Mulchfunktion sieht der Rasen von Tag zu Tag besser aus.

Ansicht von unten

Der Landroid ist trotz des verbauten Akkus relativ kompakt und leicht und kann problemlos umgedreht oder versetzt werden. Dass das Gewicht verhältnismäßig gering ausfällt, liegt auch am Dreimessersystem. Statt eine einzige Mähklinge über die gesamte Länge zu verbauen, wie es die konventionelle Lösung für Rasenmäher ist, kommen drei kleine Messer zum Einsatz. Diese sind gleichmäßig am Rand einer Tellerscheibe montiert und erinnern stark an die Klingen, die in Rasierhobeln und Ceranfeldschabern Verwendung finden. Dadurch verringert sich nicht nur das Gewicht. Das Dreiklingen-System sorgt auch für eine geringere Materialermüdung, geringere Lautstärke und eine erhöhte Sicherheit.

Wartung und Pflege

Damit man lange Freude an seinem Landroid hat, sind im Handbuch einige Pflegetipps zu finden. Jetzt will ich nicht detailliert auf die Reinigung eingehen, sondern nur den Hinweis geben, dass auch der Landroid ein Elektrogerät ist. Und bekanntlich ist Wasser pures Gift für Elektronik. Daher ist dringend von großen Wassermengen oder gar dem Einsatz eines Kärchers bei der Reinigung abzuraten.

Detailansicht Dreiklingensystem

Fazit
  • Sicherheit
  • Ergebnis
  • Mobilität
  • Ausstattung
  • Funktionen

Kurzfassung

Rasenmähroboter liegen seit ein paar Jahren voll im Trend. Und die Preise können je nach Modell ganze Monatsgehälter verschlingen. Mit knapp 900€ liegt der von uns getestete Landroid M von Worx sogar noch im unteren Preissegment. Alle 4 Monate benötigt man 3 Ersatzklingen, die circa 2€ pro Stück kosten. Sollte der Akku mal schlapp machen muss man für ein Neuteil 100€ einplanen. Ansonsten kann ich nur sagen, er macht was er machen soll, mähen. Und im Großen und Ganzen könnte man es selbst nicht besser machen. Den großen Vorteil sehe ich vor allem in der deutlich geringeren Lautstärke im Vergleich zu konventionellen Mähern. Der Mähroboter kann im Prinzip zu jeder Zeit eingesetzt werden, ohne dass Nachbarn oder man selbst gestört werden. Dass sich der Roboter in seltenen Fällen festfährt, ist im Angesicht der eingesparten Zeit zu verkraften. Einziges Manko: Auf weichem Untergrund, wie zum Beispiel Sand, trägt der Roboter Teile des Bodens ab. Alles in allem gefällt uns der Kleine sehr gut.
Falls ihr schon Erfahrungen mit einem Mähroboter gesammelt habt, freuen wir uns, wenn ihr diese mit uns teilt.

4.4

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